Das Projekt G-U-T

BrauchmanedGender & Diversity hat viel mit Apps und Websites zu tun, und eine gute Usability ist die Basis für Flow und "Joy of Use". Und das ist es letztlich, was Websites und Apps erfolgreich macht.

Einige Beispiele:

  • Bei der Entwicklung von Spracherkennungssoftware stellte sich nachträglich heraus, dass die Software mit Frauenstimmen nicht funktioniert, da diese bei den Tests nicht berücksichtigt wurden. Die Nachentwicklung war aufwändig und teuer.
  • Die Finger werden mit zunehmendem Alter größer. Ganz abgesehen von krankheitsbedingten Bewegungsschwierigkeiten bedeutet das für die Entwicklung von Apps für ältere Menschen: Buttons müssen größer und leichter zu treffen sein.
  • Männer und Frauen haben ein unterschiedliches Mobilitätsverhalten: Während die meisten Männer hauptsächlich zwischen Arbeits- und Wohnort pendeln, laufen viele Frauen an einem Tag sehr viele unterschiedliche Destinationen an. Bei näherer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass dies vor allem mit Betreuungspflichten zusammenhängt. Auch Männer, die Kinder betreuen, haben viele Destinationen. Was bedeutet das für die Entwicklung von GIS-basierten Apps?
  • Bei uns lernt man in der Schule Landkarten zu lesen. Jede/r kann das. Jede/r? Frauenberatungsvereine haben die Erfahrung gemacht, dass Frauen aus der Türkei keine Karten lesen können. (Unserer Beobachtung in der Türkei auch viele türkische Männer.) Für sie müsste beispielsweise eine Parkschein-App ohne Landkarten auskommen können.

Im Projekt G-U-T wurde die GUT-Checklist entwickelt. Mit dieser Checklist lässt sich sicherstellen, dass Gender & Diversity und Usability bei Websites und Apps ausreichend berücksichtigt werden. Das erhöht die Qualität und die Zielgruppentreffsicherheit der Produkte.

Die G-U-T-Checklist in PDF-Form finden Sie hier: GUT-Checklist.
Die Umsetzung als Online-Tool ist geplant.

Projektträger sind das ZIMD, der Forschungsverein ZIMD.research und GUT Gender & Technik e.U.

Hier finden Sie einen weiterführenden Artikel zum Thema: Gendability: Was hat Usability mit Geschlecht zu tun?

Und im Folgenden finden Sie einen Kurzfilm, mit dem zu Projektbeginn die Ziele des Projekts erläutert wurden (2 min).

Gefördert von:

    Bundeskanzleramt Österreich - Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst